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Auch wenn die Angst noch so groß ist: Sie lässt sich überwinden. In der modernen Medizin und Naturheilkunde stehen Methoden und Techniken zur Verfügung, die es möglich machen, die Angst vor der zahnärztlichen Behandlung soweit zu überwinden, dass ein Zahnarztbesuch wieder regelmäßig möglich wird.
Entspannungstechniken
 Als Patient kann man selbst Einfluss auf seine Angstgefühle ausüben. Wissenschaftlich erprobte Entspannungstechniken können vielen normal-ängstlichen Patienten helfen, ihre Ängste unter Kontrolle zu bringen und die Behandlung so stressfrei wie möglich zu machen.
Entspannungstechniken beruhen auf der Erkenntnis, dass Angstgefühle und entspannter körperlicher Zustand nicht gleichzeitig möglich sind. Sie sind nachweislich wirksam, müssen jedoch erst erlernt werden. Unterstützend können dabei spezielle Entspannungs-CDs wirken, die konkrete Hilfestellungen und Anleitungen geben.
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Die "Drei-Phasen-Entspannung" zum Ausprobieren:
Phase 1: Tiefenatmung – Luft bis in den großen Zeh
Langsames und bewusst kontrolliertes Atmen wirkt beruhigend auf den Organismus und hilft, sich entspannter und gelöster zu fühlen.
- Langsam durch die Nase atmen und die Luft bis tief in den Bauch hinein schieben, so als wollte man einen Ballon mit dem Bauch aufblasen.
- Den Atem anhalten und weiter anhalten.
- Jetzt ganz langsam wieder ausatmen – bis zum großen Zeh. Dabei wieder den Bauch einziehen.
Phase 2: Progressive Muskelentspannung – Anspannen und loslassen
Diese Technik ist problemlos erlernbar. Sie kommt heute in den verschiedensten Bereichen zum Einsatz; in der Medizin und im Managertraining ebenso wie im Hochleistungssport.
Klammern Sie sich am Behandlungsstuhl richtig fest und spannen Sie alle Muskeln so kräftig wie möglich an. Fühlen Sie ganz bewusst die Spannung (ca. 10 Sekunden halten und dabei immer wieder atmen). Dann vollkommen loslassen, tief ausatmen, alle Muskeln locker und schwer werden lassen und spüren, wie angenehm das ist.
Phase 3: Entspannung durch bildhafte Phantasien
Das Eintreten in eine entspannte Bilderwelt ist ein starkes Instrument zur Stressbewältigung. Im Hochleistungssport spricht man von mentalem Training. Durch Fragen und positive Suggestion können Sie sich gedanklich in ein angenehmes Bild versetzen um abzuschalten“.
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Hypnose
 Zahnärzte, die in ihrer Praxis die Hypnosetherapie anbieten, haben eine spezielle und umfangreiche Qualifizierung absolviert. Medizinische Hypnose hat nichts mit Zauberei zu tun. Sie verzichtet bewusst auf angstmachende und Abhängigkeit verursachende Techniken.
Im Mittelpunkt steht keine willenlose Marionette, sondern der sichere und angstfreie Patient.
Bei der medizinischen Hypnose wird ein Hineinführen in einen nach innengerichteten Konzentrationszustand erreicht (hypnotische Trance). Die intensive Beschäftigung mit inneren Erlebnissen lässt die zahnärztliche Behandlung in den Hintergrund treten. Der Patient ist jederzeit ansprechbar und kann sich auf Wunsch kurzzeitig der Behandlung widmen.
 Wer sich unter Hypnose behandeln lassen möchte, braucht ein wenig Vorbereitung. Normalerweise reichen dazu ein bis drei Stunden Hypnosetraining aus.
Unterstützend können auch CDs eingesetzt werden, mit denen man sich zu Hause vorbereiten kann (Beispiel: "Locker lassen lernen – Schmerzfrei durch Hypnosetraining", herausgegeben vom Hypnose Verlag).
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Übrigens
Die Behandlung unter Hypnose ist nicht nur für Angstpatienten geeignet. Sie bietet auch Patienten mit extremem Würgereiz oder Neigung zu allergischen Reaktionen auf Lokalnästhetika eine gute Alternative, denn sie ermöglicht die Reduzierung von Anästhesiemitteln.
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Homöopathika
 Grundsätzlich ist es nicht empfehlenswert, Beruhigungsmittel einzunehmen. Mit ihnen lässt sich zwar die Angst vorübergehend eindämmen. Durch die fehlende positive Selbsterfahrung steigert sie sich jedoch im Laufe der Zeit ins unerträgliche.
So sind immer wieder und immer mehr Beruhigungsmittel nötig.
Besser geeignet, die vorhandenen Ängste abzubauen, sind pflanzliche oder homöopathische Mittel, die unterstützend eingenommen werden können.
TENS
 Die Transcutane Elektrische Nervenstimulation (TENS) ist ein Verfahren der Gegenirritation. Es werden kleine Elektroden auf die Haut geklebt. Sie setzen sanfte Stromreize, die die Schmerzempfindung überdecken.
So wird die Weiterleitung der Schmerzinformation zum Gehirn gehemmt. Gleichzeitig erfolgt eine verstärkte Ausschüttung körpereigener Schmerzmittel (Endorphine).
Akupunktur
 Bei der Akupunktur, einer Methode, die aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) kommt, werden genau festgelegte Punkte auf der Haut mit kleinen Nadeln gereizt. Bei der Schmerzreduzierung kann sie erstaunliches leisten.
In der ZahnMedizin kommt überwiegend die Ohrakupunktur zum Einsatz. Wirksam ist sie vor allem bei Zahnschmerzen, Schmerzen im Kiefergelenk oder Kopfschmerzen. Sie kann auch bei Entzündungen oder Geschmacksstörungen eingesetzt werden oder zur Reduzierung des Würgereizes.
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Übrigens
Durch den Einsatz der Akupunktur lässt sich die Menge der lokalen Anästhetika verringern. Dieser Aspekt ist vor allem für Allergiker und Patienten mit einer Überempfindlichkeit gegenüber Chemikalien von Vorteil.
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